Es gibt mehrere Möglichkeiten Regensburg von unserem Campingplatz aus zu besuchen:

1. Mit der Bahn, die Fahrt dauert ca. 15 min bis zum Hauptbahnhof (ohne Parkplatzproblem). In der Stadt besteht die Möglichkeit mit dem Ticket, zusätzlich die RVV-Busse mit zu benutzen.

Preise:

für 2 Personen nach Regensburg ab 9.50Uhr für 7,90€ die ganze Woche auch Sonn- und Feiertage,

für 5 Personen nach Regensburg ab 9.50Uhr für 9,90€ die ganze Woche auch Sonn- und Feiertage,

für 2 Personen nach Abensberg und mit Weiterfahrt nach Regensburg ab 9.00Uhr für 11,90€ die ganze Woche auch Sonn- und Feiertage,

für 5 Personen nach Abensberg und mit Weiterfahrt nach Regensburg ab 9.00Uhr für 13,90€ die ganze Woche auch Sonn- und Feiertage

Sie können Vormittag den Hundertwasserturm in Abensberg besuchen und mittags nach Regensburg durchfahren und abends wieder nach Hause, mit einem Ticket.

Ticketpreise: Stand 2016

2. Mit dem Fahrrad, sind es 15 km nach Regesburg. Es besteht die Möglichkeit nördl. der Donau über Gundelshausen, Sinzing, bei der Eisenbahnbrücke Mariaort über die Donau nach Prüfening (Stadtteil Regensburg) in die Stadt zu fahren. Heimwärts südl. der Donau über Prüfening, Matting und Oberndorf zurück auf den Platz

3. Mit dem Auto, sind es 15 km nach Regensburg. Parkplatzmöglichkeiten gibt es im Parkhaus Dachauplatz oder am Alten Eisstadion. Am schönsten ist der Besuch abends in der immer lebendigen Stadt, viele Kneipen, Cafes oder Bars laden ein zum Verweilen an historischen Plätzen, in Gewölben oder Keller.

Stadtführer, Tickets oder gute Tips im Campingbüro erhältlich.  

 

Regensburger Dom

Der Regensburger Dom (auch: Kathedrale St. Peter) ist die bedeutendste Kirche der Stadt Regensburg und Kathedrale des Bistums Regensburg. Der Dom ist die einzige Kathedrale Bayerns, deren Eigentümer nicht das Bistum ist, sondern der Freistaat Bayern.  Die Kirche ist ein Hauptwerk der gotischen Architektur in Süddeutschland.Geschichte des Doms
1273 Beginn des Neubausim Westen des nach einem Stadtbrand (vermutl. um 1250) zerstörten alten Doms
um 1285/90 Hochgotische Neuplanung
um 1320 Die drei Chöre des neuen Doms können genutzt werden. Der alte Dom wird abgebrochen.
1385-1415 Vollendung des aufwendigen Hauptportals im Westen
1442 Errichtung des Dachstuhls über dem Mittelschiff
um 1520 Vorläufiges Ende der Bauarbeiten
1514-1538 Ausbau des Kreuzgangs
1613-1649 Restaurierung des Doms und barocke Umgestaltung (Vierungskuppel)
1828-1841 Auf Anordnung KönigLudwig I.Regotisierung (z. B. Beseitigung der barockenFresken) und Abbau der Kuppel, diese wird durch ein Kreuzrippengewölbe ersetzt.
1859-1869 Ausbau der Türme und Vollendung der Turmhelme
1870/72 Vollendung des Domsmit der Fertigstellung des Querhausgiebels und des Dachreiters (Vierung) nach 600 Jahren Bauzeit
1923 Gründung der staatlichen Dombauhütte für die ständige Wartung, Instandhaltung und Restaurierung des Doms
1984/85 Errichtung der unterirdischen Bischofsgrablege und archäologische Sondierung des Mittelschiffs (Freilegung von Teilen des ehemaligen, südlichen Arkadenganges des Atriums eines romanischen Vorgängerbaus)
1985-1988 Sanierung des Innenraums
seit 1989 Reinigung der Außenfassade, Entfernung der Schadstoffkrusten durch Niederdruck-Sandstrahlen[2]
2004 Errichtung und Altarweihe der Sailerkapelle für die Meditation
2005 Die Sanierungsarbeiten der Turmhelme sind abgeschlossen, so dass nun wieder beide Türme ohne Gerüst zu bewundern sind. Nach Auskunft der Dombauhütte soll dies auch für die nächsten Jahrzehnte so bleiben.
August 2006 Abschluss der Restaurierung der Westportals bis zum Papstbesuch vonBenedikt XVI.
November 2009 Weihe einer neuen, abgehängten Orgel

 

Abmessungen

Gesamtlänge innen 86,00 m
Breite innen 34,80 m
Höhe Mittelschiff 32,00 m
Höhe der Türme ab Sockel 105 m

Das Bauwerk steht auf einem Sockel, der zu seiner Bauzeit etwa 3,4 m über das Umgebungsniveau hinausragte. Heute steht der Sockel etwa 2 bis 2,5 m hoch.
Regensburger Dom

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Steinerne Brücke

Steinerne Brücke
Die Steinerne Brücke ist neben dem Regensburger Dom das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt Regensburg und gilt als ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. Sie verbindet die durch die Donau getrennten Stadtteile Innenstadt und Stadtamhof. 2007 wurde sie für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.

Errichtung der Brücke

Die Steinerne Brücke wurde innerhalb von nur elf Jahren, vermutlich von 1135 bis 1146, erbaut. Sie wurde vom Kreuzfahrerheer unter Ludwig VII. für die Donauüberquerung benutzt und war für mehr als 800 Jahre die einzige Donaubrücke in Regensburg. Die Steinerne Brücke diente als Vorbild für andere große Steinbrückenbauten des 12. und 13. Jahrhunderts über die Elbe in Dresden, die Moldau in Prag (Judithbrücke; die Vorgängerin der heutigen Karlsbrücke), die Themse in London und die Rhône in Avignon.

Konstruktion und bauliche Veränderungen


Steinerne BrückeDie Steinerne Brücke ist eine Steinbogenbrücke mit 14 Bögen. Der erste Bogen und der erste Pfeiler an der Südseite wurden bei der Errichtung des Salzstadels 1616–20 komplett eingebaut, sind aber unter der Brückenauffahrt erhalten. Ursprünglich befand sich hier ein kleiner Hafen am Wiedfang. Der Bau der Pfeilergründung erfolgte innerhalb eines Fangdammes aus Eichenbohlen. Die Brückenpfeiler ruhen auf Schwellrosten aus Eichenstämmen auf dem Kiesbett der Donau. Zum Schutz vor Unterspülung sind sie von pfeilförmigen, künstlichen Inseln umgeben, sogenannten Pfeilerinseln oder Beschlächten, die 1687 verbreitert wurden. Diese Inseln stellen für das durchfließende Wasser eine beträchtliche Verengung dar, woraus ein Pegelunterschied von zirka 0,5 m zwischen Ober- und Unterwasser der Brücke resultiert. Dies verursacht eine starke Strömung unter den Brückenbögen und Wasserwirbel unterhalb der Brücke, den bekannten Regensburger Donaustrudel.

Die Brücke verfügte ursprünglich über drei Türme, von denen nur der Brückturm auf der Südseite erhalten geblieben ist. Der südliche und der mittlere Turm brannten während der Belagerung aus und wurden erst nach Ende des Krieges 1648 wieder hergestellt. 1784 wurde der mittlere Turm abgebrochen, nachdem er durch Eisstoß praktisch zerstört worden war. Der nördliche Turm wurde 1809 bei der Rückeroberung der von den Österreichern besetzten Stadt durch französische und bayrische Truppen beschädigt und ein Jahr später abgebrochen.

1633 wurde im Dreißigjährigen Krieg beim Anrücken der Schweden das vierte (heute das dritte noch sichtbare) Brückenjoch gesprengt und später durch eine hölzerne Zugbrücke ersetzt. Diese Lücke wurde erst 1790/91 wieder geschlossen. Der große Torbogen seitlich des südlichen Brückturms und die Brückenverbreitung davor wurden Anfang des 20. Jahrhunderts beim Bau der Straßenbahn erstellt. Der unmittelbar davor liegende zweite sowie der elfte Pfeiler der Brücke wurden am 23. April 1945 von deutschen Truppen gesprengt, um den Vormarsch der Amerikaner zu verzögern. Diese Schäden wurden erst 1967 endgültig beseitigt.

1732 wurde die Fahrbahn der Steinernen Brücke verbreitert, indem die ursprünglichen dicken Seitenbrüstungen durch dünnere Sandsteinplatten ersetzt wurden. 1877 wurden diese durch Granitplatten aus Flossenbürg ersetzt; gleichzeitig wurde die aus dem Jahre 1499 stammende hölzerne Verbindungsrampe zum Oberen Wöhrd durch eine Eisenkonstruktion ersetzt. 1950 erhielt die Brücke schließlich Brüstungen aus Betonplatten.

Das nördliche Ende des an die Brücke anschließenden Brückenbasars und Spital-Geländes stellte früher die Staatsgrenze zwischen dem Herzogtum (später Kurfürstentum) Bayern und der Freien Reichsstadt Regensburg dar.[1].

Am Brückenscheitel befindet sich das Bruckmandl (Brückenmännchen), welches einst die städtischen Freiheitsrechte und die Emanzipation aus der Vormundschaft des Bischofs symbolisierte. Diese Figur stammte ursprünglich aus dem Jahre 1446, die aktuelle Ausführung wurde am 23. April 1854 aufgestellt. Eine Vorgängerfigur befindet sich im Historischen Museum Regensburg. In der Nacht zum 27. Dezember 2012 verlor die Figur auf ungeklärte Weise ihren rechten Arm, woraufhin die Stadt Regensburg Anzeige gegen Unbekannt erstattete.[2] Im Rahmen des vierten Bauabschnitts der Brückensanierung (siehe unten) soll voraussichtlich zwischen 2016 und 2017 der Arm wieder ergänzt werden.[3]

Anzahl Bögen 16 (15 noch sichtbar)
Lichte Weite der Bögen 10,45–16,60 m
Breite der Brückenpfeiler 5,85–7,40 m
Geschätzte Baumasse 100.000 t

Heutiger Zustand und Sanierung

Steinerne BrückeDurch die starken Belastungen der letzten Jahrzehnte ist die Dauerhaftigkeit der Brücke stark herabgesetzt, weshalb sie für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. Nachdem sie bereits seit einem Bürgerentscheid 1997 für den privaten PKW-Verkehr gesperrt war, erfolgte am Abend des 1. August 2008 die Sperrung auch für Busse und Taxis. Grund für diese Maßnahme war ein Gutachten, wonach die Brückenbrüstungen dem Aufprall eines Busses nicht standhalten würden.

 


Seit 2010 wird die Brücke saniert. Im Vorfeld wurde im Jahre 2009 umfangreich nach geeignetem Steinmaterial gesucht. Es sollte farblich und von der Struktur her zu dem Originalmaterial passen und außerdem eine ausreichende Festigkeit und Witterungsbeständigkeit aufweisen. Man wurde schließlich in einem aufgelassenen Steinbruch in der Nähe von Ihrlerstein fündig (siehe auch Ihrlersteiner Grünsandstein). Die Pläne zur Reaktivierung dieses Steinbruchs wurden allerdings wieder verworfen.[4] Stattdessen wurden Steine verwendet, die früher bereits anderswo verbaut worden waren. Der Generalkonservator und Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege Egon Greipl kritisierte jedoch sowohl die zu geringe Menge als auch die teilweise schlechte Qualität des bereitgestellten Grünsandsteins.[5][6]

Im Februar 2013 hat die Stadt Regensburg der mit dem ersten Bauabschnitt beauftragten Firma wegen wiederholter Bauzeitüberschreitungen gekündigt.[7] Inzwischen räumt die Stadt eine erhebliche Verzögerung des Fertigstellungstermins ein. Die Sanierung der Brücke sollte ursprünglich Ende 2014 abgeschlossen sein; inzwischen geht die Stadt von einer Fertigstellung im Jahr 2017 aus.[8][9]

Auch nach Abschluss der Sanierung soll die Brücke nicht mehr für den motorisierten Verkehr freigegeben werden. Aus diesem Grund wird in Regensburg schon seit Längerem kontrovers über alternative Bustrassen diskutiert, von denen zwei den Neubau einer Brücke stromaufwärts zwischen der Altstadt und dem Oberen Wöhrd (Westtrasse) bzw. zwischen dem Unteren Wöhrd und Stadtamhof (Osttrasse) vorsehen.


Stadtsage

Steinerne BrückeEine bekannte Sage über den Bau der Steinernen Brücke lautet: Der Brückenbaumeister schloss mit dem Dombaumeister eine Wette ab, wer zuerst sein Bauwerk fertiggestellt haben wird. Nachdem der Dombau wesentlich schneller vonstattenging, schloss der Brückenbaumeister einen Pakt mit dem Teufel, der ihm zur Seite stünde, wenn er die ersten drei Seelen bekäme, die über die Brücke gingen. Von nun an ging der Brückenbau sehr schnell voran, sodass die Brücke zuerst fertiggestellt wurde. Der Teufel forderte nun seinen Lohn, weshalb der Brückenbaumeister bei der Eröffnung erst einen Hahn, eine Henne und einen Hund über die Brücke jagen ließ. Aus Wut darüber versuchte der Teufel die Brücke zu zerstören, was ihm allerdings nicht gelang. Deshalb, so die Sage, hat die Brücke einen Buckel. Tatsächlich war die Brücke jedoch schon lange fertiggestellt, als 1273 mit dem Bau des Domes begonnen wurde.

Genaueres über diese und sehr ähnliche Sagen zu mittelalterlichen Brückenbauten siehe im Artikel zum Frankfurter Brickegickel.

Lieder

Das Volkslied Als wir jüngst in Regensburg waren, sind wir über den Strudel gefahren… bezieht sich nicht auf den Donaustrudel in Regensburg. Das Lied ist ursprünglich ein Scherzlied aus dem 18. Jahrhundert, das von einer Gruppe schwäbischer und bayerischer Kolonistinnen erzählt, die von Ulm über Regensburg donauabwärts Richtung Ungarn fuhren. Der Strudel, der in dem Lied besungen wird, liegt unterhalb des österreichischen Ortes Grein. Es existiert eine Textversion aus dem Jahr 1840, deren Titelzeile „Als wir einst von Regensburg kamen“ näher am Original und am historisch fassbaren Hintergrund der Ostkolonisation liegt als die heute gebräuchliche Liedtextversion.[10]

Schifffahrt im Brückenbereich

Besonders wegen des durch die Brücke erzeugten Donaustrudels direkt unterhalb der Brücke mussten bis ins 20. Jahrhundert alle Schiffe mangels ausreichendem Antrieb stromaufwärts getreidelt werden. Von 1916 bis 1964 gab es dort eine elektrisch betriebene Schiffsdurchzugsanlage.

Auch die Abmessungen der Bogendurchlässe der Steinernen Brücke erfüllten nicht mehr die Anforderungen der modernen Binnenschifffahrt. Im Zuge des Ausbaus der europäischen Wasserstraße Rotterdam – Constanza wurde deshalb, auch zum Schutz des historischen Bauwerks, der Regensburger Europakanal errichtet.

Seit Fertigstellung dieses Schleusenkanals, in dessen Zusammenhang auch flussaufwärts am Pfaffenstein eine Staustufe errichtet wurde, endet der Schiffsverkehr auf dem Südarm der Donau nun an der Ostkante der Eisernen Brücke. Nur noch Sportboote und einige kleinere Ausflugsschiffe fahren durch die Steinerne Brücke. Die Passagierschiffe nutzen die Durchfahrt durch die Steinerne Brücke als Attraktion. Eine Weiterfahrt flussauf ist wegen der Staustufe im Südarm nicht möglich. Für Sportboote existiert eine eigene Schleuse an der Staustufe. Der Europakanal zweigt bei der Staustufe in der Nähe der Autobahnbrücke A 93 nach Nordosten vom Donaustrom ab, verläuft nördlich des Stadtteils Stadtamhof und trifft nach der Schleuse Regensburg auf den Fluss Regen. Nach einer Mündungsstrecke von 420 m trifft der Regen bei Stromkilometer 2378,82 auf den Nordarm des Donaustroms.

Umgebung

Unmittelbar neben der südlichen Brückenauffahrt befindet sich die Historische Wurstkuchl, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an einen Stadtmauerrest des 14. Jahrhunderts angebaut wurde. Flussabwärts der Steinernen Brücke befindet sich am rechten (südlichen) Ufer das Donau-Schiffahrts-Museum Regensburg.


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Walhalla

WalhallaIn der Gedenkstätte Walhalla (nach Walhall‚ Halle der Gefallenen) bei Donaustauf (Landkreis Regensburg, Bayern) werden auf Veranlassung des bayerischen Königs Ludwig I. seit 1842 bedeutende Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ mit Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt.

Angesichts von „Teutschlands tiefster Schmach“ im Jahr 1806, als das Heilige Römische Reich aufgelöst wurde, ein Großteil Deutschlands als Rheinbund unter dem direkten Einfluss Napoleons stand und die linke Rheinseite zu Frankreich gehörte, ließ der damalige Kronprinz Ludwig bereits 1807 eine Serie von Büsten „rühmlich ausgezeichneter Teutscher“ erschaffen. „Kein Stand nicht, auch das weibliche Geschlecht nicht, ist ausgeschlossen. Gleichheit besteht in der Walhalla; hebt doch der Tod jeden irdischen Unterschied auf.“ Nur „teutscher Zunge zu seyn, wird erfordert, um Walhallas Genosse werden zu können“, so Ludwig, denn die Sprache „ist das große Band, das verbindet, wäre jedes andere gleich zernichtet; in der Sprache währt geistiger Zusammenhang“. Zu den Teutschen zählte Ludwig auch historische Germanen wie z. B. Goten und Wandalen.

Bei der Eröffnung wurden 160 Personen mit 96 Büsten und, in den Fällen fehlender authentischer Abbildungen oder bei Handlungen wie dem Rütlischwur, 64 Gedenktafeln geehrt. Heute wird mit 130 Büsten und 65 Gedenktafeln an 195 Personen, Taten und Gruppen erinnert. Zwölf der Geehrten sind Frauen. Jedermann kann eine zu ehrende Persönlichkeit aus der germanischen Sprachfamilie frühestens 20 Jahre nach deren Tod vorschlagen und trägt dann gegebenenfalls die Kosten für die Anfertigung und Aufstellung der Büste. Über die Neuaufnahmen entscheidet der Bayerische Ministerrat.[1]

Entstehungsgeschichte

Die Idee zur Errichtung der Walhalla ist vor dem Hintergrund der deutschen politischen Situation zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu sehen. Nach Niederlagen gegen Napoleon zerbrach das Heilige Römische Reich deutscher Nation. Viele deutsche Fürsten arbeiteten, notgedrungen oder auf eigenen Vorteil bedacht, im Rheinbund mit den Franzosen zusammen. So kam es, dass das Kurfürstentum Bayern vergrößert und von Napoleon zum Königreich erhoben wurde, und dass im Vierten Koalitionskrieg auch Kronprinz Ludwig I. an der Seite der Franzosen gegen Preußen kämpfend in Berlin einmarschierte.

Durch die politische Zersplitterung und Schwächung Deutschlands und die darauffolgende französische Besetzung zogen die besiegten Deutschen gegen die noch unbesiegten Deutschen und nahmen später an Napoleons verheerendem Russlandfeldzug teil. Diese Lage wurde von vielen als tiefe Erniedrigung Deutschlands aufgefasst (siehe Johann Philipp Palm). Man begann zunehmend, eine gemeinsame nationale Identität in der Vergangenheit zu suchen, bis zurück zur Germanenzeit. Die Jahrzehnte später erfolgte Errichtung nationaler Denkmäler, wie etwa des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald, die zwar meist klassizistischen Stiles waren, jedoch germanische Themen aufgriffen, ist ein Resultat dieser Identitätssuche.

Ludwig hatte, wie in der ersten der drei Bodeninschriften vermerkt, schon im Januar 1807 den Beschluss gefasst, so bald wie möglich für 50 große Deutsche einen Ehrentempel zu errichten. Zusammen mit dem Schweizer Geschichtsschreiber Johannes von Müller, der auch den Namen Walhalla vorschlug, wählte er Persönlichkeiten aus, von Kaisern längst vergangener Zeiten über jüngst Verstorbene, wie Friedrich Schiller, bis zu Zeitgenossen wie Goethe und Joseph Haydn, und gab auf eigene Kosten deren Büsten in Auftrag, bei Bildhauern wie u. a. Johann Gottfried Schadow, dessen Sohn Rudolf Schadow, Joseph Maria Christen oder Christian Friedrich Tieck.

Während die ersten Büsten noch 1807 vollendet wurden, verzögerte sich die Planung und Fertigstellung eines angemessenen Gebäudes um Jahrzehnte. Erst nach der Niederlage Napoleons konnte 1814 ein Ideenwettbewerb für ein Gebäude ausgeschrieben werden. Ludwig dachte zunächst an den Stil englischer Landschaftsgärten und an den Englischen Garten als Standort, aber der war für einen klassizistischen Prachtbau zu klein. Bei seinem Regierungsantritt 1825 waren bereits 60 Büsten vollendet, aber noch kein Bauplatz gefunden. Zusammen mit dem Architekten Leo von Klenze wurde der Bräuberg hoch über der Donau bei Regensburg ausgewählt. Die Grundsteinlegung für den „Ruhmestempel“ erfolgte am 18. Oktober 1830, dem 17. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig.[2]

Bis 1842 entstand die Walhalla in Gestalt eines marmornen griechischen Tempels nach dem Vorbild des Parthenon in Athen. Die Länge des Tempelbaus beträgt 66,7 m, die Breite 31,6 m, die Höhe 20 m. Die Gesamtanlage mit Unterbau ist 125 m lang und 55 m hoch. Innen ist die Walhalla 48,5 m lang, 14 m breit und 15,5 m hoch.
Am 29. Jahrestag der Völkerschlacht, eröffnete Ludwig I. den Bau[3] mit Worten, die auf einem Stein vor der Walhalla zu lesen sind:

„Möchte Walhalla förderlich sein der Erstarkung und der Vermehrung deutschen Sinnes! Möchten alle Deutschen, welchen Stammes sie auch seien, immer fühlen, dass sie ein gemeinsames Vaterland haben, ein Vaterland auf das sie stolz sein können, und jeder trage bei, soviel er vermag, zu dessen Verherrlichung.“

Ludwig veröffentlichte selbst eine Beschreibung von Walhallas Genossen, die von Heinrich Heine als „Walhall-Wisch“ verspottet wurde, als er das Fehlen von Luther kritisierte, der bei der Einweihung noch nicht aufgenommen war. Erst 1847 wurde auch die schon 1831 fertiggestellte Büste des Reformators eingestellt, der mit seiner Bibelübersetzung die deutsche Schriftsprache geprägt hatte. Schließlich wurde 2010 auch die Büste von Spötter Heine selbst in die „marmorne Schädelstätte“ aufgenommen.

Auch bedingt durch seine Affäre mit Lola Montez dankte Ludwig im Revolutionsjahr 1848 zugunsten seines Sohnes Maximilian II. ab. Wie auch die Eröffnungsfeier eher sparsam gehalten war, so erfolgten die weiteren Neuaufnahmen in Anwesenheit von Ludwig in einer schlichten Weise, wie auch zuletzt 1866 die von Beethoven. In diesem Jahr, inzwischen war sein Enkel Ludwig II. auf dem Thron, musste der 80-jährige Ludwig noch miterleben, wie der Deutsche Bruderkrieg dem Deutschen Bund nach einem halben Jahrhundert ein Ende bereitete. Schon zuvor hatte er 1862 testamentarisch die Walhalla „Deutschland, seinem großen Vaterlande“ vermacht, jedoch hinzugefügt, dass bei Auflösung des Deutschen Bundes Bayern den Besitz übernimmt, mit der Einschränkung: „Würde später wieder ein Bund Deutschland vereinigen, würde Walhalla aufs neue Eigentum Deutschlands.“ Dies wurde nicht umgesetzt, Walhalla blieb Eigentum des Königreiches und späteren Freistaates Bayern.

Ludwig starb 1868, also zwischen der Gründung des Norddeutschen Bundes und seiner Erweiterung zum Deutschen Reich infolge des Deutsch-Französischen Krieges. Die bayerische Monarchie befand sich zu dieser Zeit in einer Krise. König Ludwig II. führte einen exzentrischen Lebensstil, zog sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück und vernachlässigte zunehmend die Regierungsgeschäfte. Außerdem gab er Unsummen für den Bau seiner Schlösser aus. Nach dessen Tod 1886 konnte sein Bruder Otto I. nicht als König auftreten, da er als „geisteskrank“ galt. Sein Onkel Luitpold vertrat ihn als Prinzregent.

Die erste Neuaufnahme von Skulpturen nach dem Tod des Gründers erfolgte erst 22 Jahre später und galt Ludwig I. selbst. „Das dankbare Volk“ ehrte „Ludwig, Koenig von Bayern“ mit einem großen Standbild.

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